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Paarberatung / Paartherapie

Schwerpunkt meiner Praxistätigkeit in Karlsruhe ist die Paartherapie und Sexualtherapie. Ich trenne beide Themen nicht voneinander, da ich Sexualität und Erotik als eine Möglichkeit verstehe, als Paar miteinander zu kommunizieren und Intimität herzustellen. Probleme in der Beziehung wirken sich häufig auf die gemeinsam gelebte Sexualität aus und umgekehrt. So sind Sie grundsätzlich mit allen Themen rund um Paar-sein und Sexualität herzlich willkommen.

Im Folgenden möchte ich Ihnen einen Eindruck vermitteln, worauf ich in einer Paartherapie achte, und woran ich gemeinsam mit Ihnen arbeite.

Fast alle Menschen suchen Sicherheit, Geborgenheit und Verlässlichkeit in ihren intimen Bindungen: das Gefühl geliebt und begehrt zu werden, und dem Partner wichtig zu sein.

Am Anfang einer Liebesbeziehung fühlt sich das Erleben und Miteinander Sein meist  wirklich gut an, wir schweben im 7. Himmel. Aber leider hält dieses Verliebt- und füreinander Dasein nicht an. Die Beziehung verändert sich.

Oft beginnt dieser schleichende Prozess in den sogenannten Übergangsphasen; Phasen, in denen Paare gefordert sind, sich auf neue Situationen oder Lebensabschnitte einzustellen. Übergangskrisen sind fast immer von Konflikten und Unsicherheit begleitet. Beide Partner sehnen sich nach Geborgenheit und Unterstützung, können sie sich oft aber nicht geben. Enttäuschung, Ärger und Ängste folgen.

Aus diesen ersten Enttäuschungen entwickeln sich häufig die späteren typischen Konfliktmuster eines Paares. Sich Mitteilen, ruhig miteinander Sprechen geht dann oft nicht mehr. Der oder die Eine macht Vorwürfe, ist sauer und geht auf Konfrontation. Der oder die Andere zieht sich zurück und resigniert. Es entwicklt sich ein stabiles Muster von Angriff, Vorwürfen und Rückzug, aus dem ein Paar allein nicht mehr gut hinausfindet.

Wenn dann der ursprünglich fordernde und kämpfende Partner aufhört, um Unterstützung zu bitten und seine Bedürfnisse zu äußern, gerät die Liebesbeziehung in ernste Gefahr. Das Paar findet keine Verbindung mehr. Einer oder beide sind kurz davor, auszusteigen. Das ist der häufigste Zeitpunkt an dem Paare Beratung oderPaartherapie in Anspruch nehmen.

Traurigkeit, Verzweiflung, Ärger und das Gefühl, es nicht mehr auszuhalten sind Emotionen, die in der Paartherapie anfangs regelmäßig auftauchen, und die, während des Therapieprozesses einen sicheren  formalen und emotionalen Rahmen brauchen.

Im weiteren Verlauf geht es dann darum, Vorwürfe zu hören, zu verstehen und die darunter liegenden Verletzungen und Enttäuschungen sichtbar zu machen. Paartherapie kann LiebesPartner darin unterstützen, sich wieder mit Ihren Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten zu zeigen. Verstanden werden, sich verstanden fühlen, wieder in Kontakt kommen und sich liebevoll begegnen sind wichtige Ziele in der Therapie. Auf diesem Weg unterstütze ich Sie.

Paartherapie der Erotik / Sexualtherapie

Oft gelten die Enttäuschungen, Verletzungen und unerfüllten Bedürfnisse auch für die gemeinsame Erotik eines Paares. In diesem Fall gehe ich genauso vor wie auf der linken Seite beschrieben. Es geht darum, die Verbindung zu stärken, damit Erotik und Sexualität überhaupt erst wieder möglich werden.

Manchmal ist es nötig, Unterschiede zwischen dem erotischen Erleben von Männern und Frauen zu benennen, sich darüber auszutauchen. Viele Frauen brauchen emotionale Intimität, damit sie einen erotischen Zugang zu ihrem Partner finden. Viele Männer hingegen drücken ihre Zuneigung durch Sexualität aus und finden dann durch das erotische Erleben eine tiefere emotionale Verbindung. Nicht immer einfach, aber zu entschärfen durch die Bereitschaft, einander zu verstehen und aufeinander einzugehen.

In einigen Fällen ist es aber auch ganz anders: Dann kommen Paare und sagen: „Wir verstehen uns gut, haben eine liebevolle Beziehung, kriegen unseren Alltag gut hin und streiten uns kaum. Aber wir leben wie Bruder und Schwester und, unsere Sexualität ist eingeschlafen.  Wir würden gern…., aber wir finden keinen sexuellen Zugang mehr zueinander“.

Auch hier hat sich in der Regel ein stabiles Vermeidungsmuster gebildet. Beide Partner suchen Sicherheit und Harmonie. Die wahrgenommenen Unterschiede verunsichern und werden zu Gunsten von positivem gemeinsamen Erleben verdrängt. Möglichst wenig Risiko eingehen! Ein solches Paar befindet sich in der „Komfortzone“. Harmonisch, aber vielleicht doch ein bischen langweilig.

In diesem Fall versuche ich in der Paartherapie der Erotik, das Paar dabei zu begleiten, Mut und Risikobereitschaft zu entwickeln.
Ich unterstütze Sie dabei, neue erotische Erfahrungen zu machen, sich in der Ihnen angemessenen Art zu zeigen und den Partner mit „anderen“ Augen zu sehen. Dafür braucht es Intimität und eine erotische Sprache.

Bedürfnisse und Wünsche ausdrücken, auch wenn ich nicht weiß, ob der Partner das Gleiche möchte, braucht Mut. Mir über Phantasien klar werden, vielleicht etwas umsetzen, aufgeregt sein, den Parter oder die Partnerin überraschen, können erotische Lebendigkeit bedeuten.

Ziel der erotischen Paartherapie ist, dass Paare ihre „Komfortzone“ verlassen und mehr Mut zum erotischen Risiko entwickeln. Gemeinsam die Möglichkeiten erweitern, Erotik und Sexualität zu erleben.

Einzeltherapie und psychologische Beratung in akuten Krisen

Für Menschen, die Begleitung und Unterstützung in persönlichen Fragen und Beziehungskrisen wünschen, biete ich Einzelberatung und Therapie an. Auch hier sind Sie mit allen Themen willkommen. Besondere Kompetenz habe ich rundum die Themen Angst und Depression sowie Sexualität und Erotik.

Ich biete jedoch keine Einzelpsychotherapie an, die eine Heilung von psychischen Störungsbildern oder diagnostizierten psychischen Krankheitsbildern anstrebt. In diesem Falle kann ich Sie bei der Bewältigung unterstützen oder den Übergang in eine Psychotherapie vermitteln.