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Darf man das oder tut man das nicht? – moralische und gesellschaftliche Werte im Konflikt am Beispiel von Affären

Christiane Jurgelucks

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer Klientin, die ein Frauen-Foto-Projekt plant. In diesem Projekt werden Frauen eingeladen, sich in den verschiedensten Rollen selbst zu inszenieren. Jede Frau könne sich überlegen, in welcher Rolle sie sich zeigen möchte und wie sie diese darstellt.

Während meine Klientin erzählt, schießt mir durch den Kopf, dass ich am liebsten keine Rolle einnehmen möchte, einfach ich-selber-sein. Aber natürlich ist das unrealistisch. Wir alle nehmen Rollen ein, füllen sie mehr oder weniger gut aus, manche davon freiwillig und andere werden uns zugeschrieben. Ich dachte an die vielen Rollen, die ich in meinem Leben schon eingenommen und ausgefüllt habe und welche ich freiwillig wieder aufgegeben habe. Weiterlesen

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Umbrüche & Trennungen – Über den Umgang mit großen Veränderungen im Leben – von Andreas Schreyer

Andreas Schreyer

Umbrüche. Für manch einen gehören sie beinahe zum Leben, wie das tägliche Brot. Andere wiederum kennen sie kaum oder nur einige ganz wenige Male im Leben. Manche Umbrüche passieren einfach so, ohne dass man sie beeinflussen kann. Wie aber sieht es mit Umbrüchen aus, die man selbst herbeiführt?  Ich meine wirklich große, existenzielle Veränderungen. Weiterlesen

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Zuhause – Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu sich selbst und anderen?

Christiane Jurgelucks

Matthias sagt leise: „Ich habe mich in unserem Haus nie zuhause gefühlt.“ Ich nicke und schaue ihn fragend an. „Ich habe immer das Bild in mir, ich sei mit dem Zug unterwegs und sei irgendwo ausgestiegen. Aber ich weiß, es ist nur eine Durchgangsstation. Und irgendwann steige ich wieder in den Zug und fahre weiter.“ Ein schönes Bild, das mich sofort anspricht. Auch ich habe ein zweites oder drittes Zuhause auf Bahnhöfen und in Zügen der Deutschen Bahn gefunden, regelmäßig zwischen Hamburg und Karlsruhe pendelnd, von einem zum anderen Zuhause. Während viele Menschen sich danach sehnen, mal raus zu kommen, sehne ich mich mittlerweile danach, mal dazubleiben. Weiterlesen

Wenn das Leben Dich findet….und Planen nix nützt!

Sie glauben gar nicht, mit welchem schlechten Gewissen ich diese Zeilen beginne! Seit Frau Rottenmeier sich in den Langzeiturlaub verabschiedet hat, ohne entsprechende Nachwuchskräfte zu akquirieren, mangelt es mir beim Bloggen an Disziplin. Zumindest auf den ersten Blick.
Auf den zweiten Blick betrachtet, habe ich mich im vergangenen Jahr bewusst persönlich zurückgehalten, da ich Sie nicht mit meiner persönlichen Geschichte langweilen oder belasten möchte, diese Geschichte mich aber so stark beschäftigte, dass es mir nicht möglich war, über weniger Persönliches zu schreiben. Und aus diesem Grund schrieb ich dann lieber nichts. Und nicht zuletzt finden es manche von Ihnen vielleicht auch befremdlich, so viel Privates von mir zu erfahren, obwohl ich Therapeutin bin und als solche nicht persönlich sichtbar werden sollte. Weiterlesen

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Verlustangst – ein Gefühl, das viele Liebesbeziehungen und Partnerschaften überschattet. Ein Gastbeitrag

Andreas Schreyer

Als Betroffener möchte ich gern etwas zum Thema Verlustangst schreiben. Was Verlustangst ist, welche Auswirkungen sie haben kann, wie ich selbst erkannt habe, dass ich darunter leide, was vermutlich die Auslöser waren und schließlich Lösungsansätze, die zumindest mir sehr geholfen haben. Wie passt das in einen Blog über Beziehung und Sexualität? Ganz einfach: die Verlustangst hat unter Umständen einen massiven Einfluss darauf, wie Partnerschaft gelebt und empfunden wird. Weiterlesen

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Wenn man(n) nicht kommen kann – Orgasmus- und Ejakulationsstörungen bei Männern -Eine Fallgeschichte

Vielleicht wundert es Sie, wenn ich als Frau über ein männliches Problem schreibe, das mir in der Praxis immer häufiger begegnet: Männer, die trotz aller Bemühungen, nicht beim Geschlechtsverkehr ejakulieren können. Das Nicht-Kommen-Können ist ja ein Problem, das wir von Frauen kennen. Männern sagt man landläufig eher nach, dass sie ihre Erregung nicht gut steuern können und deshalb eher zu früh kommen. In der Tat trifft dies auch auf etwa ein Drittel aller sexuell aktiven Männer zu, während von oben genanntem Problem nur 1-3% betroffen sind. Und meistens suchen die Betroffenen keine therapeutische Hilfe. Dafür spricht auch, dass die „Fälle“, die mir in meiner Praxis begegnet sind, nur deshalb zu mir kamen, weil die Paare einen ausgeprägten Kinderwunsch hatten, der den Leidensdruck verursachte. Weiterlesen

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Partnerschaft ohne Sex – funktioniert das? Gastbeitrag eines betroffenen Mannes

 

Als Frau Jurgelucks mich bat, einen Gastbeitrag für ihren Blog zu schreiben, weil es so wenig Beiträge aus männlicher Sicht gibt, war ich zunächst merkwürdig berührt und wusste nicht so recht, was ich schreiben sollte. Da sie um den Zustand meiner Ehe wusste, regte sie an, etwas über das Thema vollkommenes Fehlen von Sex in einer Beziehung zu schreiben.

Ich möchte zunächst versuchen, zu schildern, wie es überhaupt dazu kam und im Anschluss versuchen, zu er- und begründen, wie und warum ich trotzdem so lange in der Ehe „ausgeharrt“ habe, obwohl mir die körperliche Komponente in meiner Ehe sehr gefehlt hat.

Meine Frau und ich haben uns während des Studiums kennengelernt. Ich hatte im Vorfeld einige negative Erfahrungen mit Frauen gemacht, die mein ohnehin nicht sehr stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein nahezu vernichtet hatten. Bis ich meine Frau kennenlernte, hatte ich eine ziemliche „Durststrecke“ hinter mir, was den Kontakt zu Frauen anbelangte. Entsprechend hatte ich meine Erwartungen bereits ziemlich heruntergeschraubt. Nun war da eine Frau, die sich tatsächlich für mich interessierte, ja, die sogar meinte, dass sie mich attraktiv findet, dass sie mich gern mag. Also habe ich mich auch nicht gewehrt, als ich dann „erobert“ und verführt wurde. Die Crux an der Geschichte Partnerschaft ohne Sex – funktioniert das? Weiterlesen

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Neue Wege gehen! – Eine mobile Praxis für Paartherapie, Sexualtherapie und Eheberatung in Hamburg entsteht.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie das Wort „neu“ hören. Wir Menschen sind ja sehr unterschiedlich. Da gibt es diejenigen, die sagen: „Es ist gut, wenn alles so bleibt, wie es ist.“ Und andere, die gerne Neues probieren, die sich schneller langweilen. „Leben ist Veränderung, sonst ist es tot.“ Wahrscheinlich ist für uns Menschen eine Balance zwischen Tradition und Innovation am verträglichsten, sich einzupendeln zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe und Sicherheit sowie dem Bedürfnis nach neuen Erfahrungen und geistiger Stimulation. Und je nach Persönlichkeit und Lebensbereich brauchen wir eine unterschiedliche Dosis von beidem. Weiterlesen

Es ist, was es ist! Von der Liebe

Schon lange wollte ich einmal über die Liebe schreiben, aber ich habe mich immer gescheut. Was ist das, die Liebe? Ich glaube kein Mensch kann das wirklich beantworten, und schon gar nicht lässt sich die Liebe kategorisieren und in feste Begriffe packen. Nicht ohne Grund finden wir sie nur im direkten Erkennen, in der Sehnsucht nach ihr und natürlich in Kunst, Film und Poesie. Weiterlesen

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Sex, der die Seele berührt und „satt“ macht….(Teil 2)

Meine regelmäßigen Leser und Leserinnen haben sich wahrscheinlich schon gewundert, wo denn der versprochene Beitrag bleibt, der die Reise zu intensiverem erotischen Erleben fortsetzt….

Nun ist die Lebendigkeit des Schreibens immer ein offener Prozess, und diejenigen, die meinen Blog regelmäßig lesen, kennen bereits meine inneren Anteile, die am Schreibprozess beteiligt sind. (Für ErstleserInnen: Beitrag vom 26.06.2015) Unglücklicherweise musste Frau Rottenmeier (bei mir für Disziplin und Ordnung zuständig) ihren gesamten Jahresurlaub nehmen. Weiterlesen