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Darf man das oder tut man das nicht? – moralische und gesellschaftliche Werte im Konflikt am Beispiel von Affären

Christiane Jurgelucks

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer Klientin, die ein Frauen-Foto-Projekt plant. In diesem Projekt werden Frauen eingeladen, sich in den verschiedensten Rollen selbst zu inszenieren. Jede Frau könne sich überlegen, in welcher Rolle sie sich zeigen möchte und wie sie diese darstellt.

Während meine Klientin erzählt, schießt mir durch den Kopf, dass ich am liebsten keine Rolle einnehmen möchte, einfach ich-selber-sein. Aber natürlich ist das unrealistisch. Wir alle nehmen Rollen ein, füllen sie mehr oder weniger gut aus, manche davon freiwillig und andere werden uns zugeschrieben. Ich dachte an die vielen Rollen, die ich in meinem Leben schon eingenommen und ausgefüllt habe und welche ich freiwillig wieder aufgegeben habe. Weiterlesen

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Zuhause – Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu sich selbst und anderen?

Christiane Jurgelucks

Matthias sagt leise: „Ich habe mich in unserem Haus nie zuhause gefühlt.“ Ich nicke und schaue ihn fragend an. „Ich habe immer das Bild in mir, ich sei mit dem Zug unterwegs und sei irgendwo ausgestiegen. Aber ich weiß, es ist nur eine Durchgangsstation. Und irgendwann steige ich wieder in den Zug und fahre weiter.“ Ein schönes Bild, das mich sofort anspricht. Auch ich habe ein zweites oder drittes Zuhause auf Bahnhöfen und in Zügen der Deutschen Bahn gefunden, regelmäßig zwischen Hamburg und Karlsruhe pendelnd, von einem zum anderen Zuhause. Während viele Menschen sich danach sehnen, mal raus zu kommen, sehne ich mich mittlerweile danach, mal dazubleiben. Weiterlesen

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Wenn eine Begegnung das (Beziehungs-) Leben aus den Fugen hebt – von „life-changing-sex“ und „life-changing-words“

Ein Mann entdeckt auf einer Website das Foto einer Frau. Er entschließt sich, sie anzuschreiben. Er möchte wissen, welche Persönlichkeit sich hinter diesem Foto verbirgt. Die Frau wundert sich über die unbekannte Mail, fühlt sich gesehen, vielleicht auch ein wenig geschmeichelt und erzählt ihrem Ehemann davon. Eigentlich möchte sie die Mail löschen, doch nach einem Tag denkt sie sich: „Ich sollte doch aus Höflichkeit darauf antworten“ und schickt eine kurze Mail zurück.
Ab diesem Moment gibt es kein Zurück mehr. Weiterlesen

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Vom „klugen“ Umgang mit Affären und Dreiecksbeziehungen

Vor einigen Tagen hörte ich: „Frau Jurgelucks, ich mag Ihre Texte, und ich lese sie von Anfang an. Ich finde mich in fast jedem Beitrag wieder (Als Beweis hatte mein Klient einige ausgedruckte Beiträge dabei), aber es ist ja deprimierend! In den letzten Beiträgen konnten Sie nicht mehr helfen. Das muss doch frustrierend sein!“

Ich dachte nach: Stimmt, in den letzten Beiträgen berichte ich von Fallgeschichten, die nicht gut ausgingen, und man könnte meinen, dass Paar- oder Sexualtherapie oft keinen Sinn mehr macht. Aber dem ist selbstverständlich nicht so. Weiterlesen

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Müssen wir uns in der Liebe auf einen oder eine Partnerin beschränken?

Als ich mich fragte, was mich diese Woche besonders beschäftigt hat, kam ich auf obenstehendes Thema, ausgelöst durch einen Praxisfall, der mich an ein eigenes Erlebnis vor vielen Jahren erinnert hat. Weiterlesen